| ...und
zweitens als man denkt
Gamardshoba!
So
- nachdem wir nun doch schon einige Tage in Tbilisi (Hauptstadt von
Georgien)
sind, wird es langsam Zeit für einen ersten, kurzen Bericht:
Am
27. Juni haben wir das Hasli in aller Herrgottsfrühe
mit dem legendären Eggi-Mobil (ein etwas in die Jahre gekommener
VW Golf)
Richtung Süden verlassen. Die Fähre brachte uns von Ancona
(Italien) nach
Igoumenitsa
(Griechenland).
Bei
der Fahrt durch das Griechische Hochland nahe
der
Albanischen Grenze entschieden wir uns, einige Tage in Griechenland
zu verbringen. Einerseits, um uns an die langsam steigenden
Temperaturen zu gewöhnen, andrerseits wohl auch des griechischen
Essens wegen...
Am
Fusse des Olymp fand sich ein gemütlicher Camping - der dazugehörende
Ort erwies sich jedoch als typisches Touristenkaff.
Am
30. nahmen wir den Olymp in Angriff. Das tönt nach Turnschuhberg
mit Gondelbahn, aber der Schein trügt! Der Hauptgipfel liegt
immerhin auf 2917m und rund 2000 Höhenmeter mussten auch erst
bezwungen werden. Leider waren uns die Götter nicht gut gestimmt,
denn der Nebel vermieste uns die Aussicht gründlich. Wieder beim
Camping wurden wir damit getröstet, dass das wohl der einzige
neblige Tag im ganzen Sommer gewesen sei!
Dann
ging's weiter Richtung Türkei. Dass der Grenzübertritt mit Auto
drei Stunden dauert, scheint das übliche Prozedere zu sein.
Um
das fehlende Transitvisa für Turkmenistan zu bekommen, fuhren wir
nach Istanbul. Pech gehabt - aber in Ankara würde es bestimmt
klappen. Also machen wir uns auf den Weg, schliesslich
ist es nur ein kleiner Umweg von ein paar hundert Kilometern. Dort funktioniert's
wirklich: innert einem Tag bekommen wir den Stempel in den Pass.
Was
dann aber nicht mehr funktionierte war das Auto! Unsere ersten
Reparaturversuche scheitern kläglich. In einer Garage wurde die
Nockenwelle freigelegt und brachte einen dreifachen
Nockenwellenbruch mit ausgerissenem Lager zu Tage. Das war das Ende!
Nachdem
wir den Mechanikern meldeten, dass es sich nicht mehr lohne das Auto
zu reparieren, spielten sich unglaubliche Szenen ab: wie die Geier
stürzten sie sich auf das Auto und tauschten alles aus, was überhaupt
nur vorstellbar ist! Sogar der Diesel wurde abgesaugt.
Am
nächsten Tag (6. Juli) wurde das Eggi-Mobil zu Grabe getragen, d.h.
auf den Schrottplatz der Zollverwaltung gebracht. Nicht ganz so
einfach war das Löschen des Eintrages im Pass. Einen ganzen Tag
wurden wir von Büro zu Büro geschickt
und ohne Bezahlung von inoffiziellen Stempelgebühren hätte es sicher
drei oder mehr Tage gedauert...
Zum
Glück erwischten wir am Abend gerade noch den Flug via Istanbul
nach Tbilisi,
wo wir in den frühen Morgenstunden eintrafen.
Zur
Zeit wohnen wir bei unseren Kollegen Monika und Markus und lassen es
uns gut gehen! Von der Stadt und deren Umgebung haben wir schon
einiges gesehen und die Georgische Küche kennen und schätzen
gelernt.
Momentan
planen wir unseren Georigen-Aufenthalt, der sich aus Schwarzem Meer,
Bergtouren und Besichtigungen zusammensetzen wird. Vielleicht
schaffe ich es, vor der Weiterreise Richtung
Aserbaidschan/Turkmenistan noch mal ein Mail mit News zu schicken -
falls es wen interessiert...
Liebe
Grüsse aus Tbilisi
Thomas Lüthi
-->
zurück
|